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Verspätete Zustellung durch die Deutsche Post.

briefkasten

Die Deutsche spart im Service und zieht damit zunehmend den Zorn der Kunden auf sich. Beim verbrauchernahen PostKundenForum sind diverse Beschwerden eingegangen. Um zu sparen, sortiert die Post überregionale Sendungen, die Kunden am Wochenende aufgeben, nicht mehr am Sonntag, sondern erst am Montag. Sie werden folglich erst am Dienstag zugestellt.

Das stimmt, das habe ich persönlich getestet, einen DIN A4 Brief am Freitag den 10.07.2009 bei der Post in Hemmor aufgegeben (Einwurfeinschreiben mit Poststempel 10.07.2009 18:00 Uhr), dieser Brief wurde mir erst am Dienstag den 14.07.2009 in Hamburg zugestellt. Die Deutsche Post geht davon aus, dass nur "sehr wenige" Kunden von den Einschränkungen betroffen sind. "85% unser Sendungen sind Geschäftspost" sagt eine Sprecherin der Deutschen Post. "Am Wochenende arbeiten die Unternehmen aber nicht, sodass wir montags generell nur sehr wenige Sendungen haben. "die Post testet derzeit ganz offensichtlich die Fünf-Tage-Woche" glaubt auch Müller vom PostKundenForum. Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur sagt, dass die Deutsche Post nur dafür sorgen muss, dass 80% der Briefe am nächstzen Tag zugestellt werden. Diese Vorgabe wird genau kontrolliert. Meine Post bezüglich der Abwrackprämie gehörte sehr deutlich nicht zu diesen 80 Prozent! Hier mein belegbares Erlebnis. Alle Quitungen, Belege und Rückmeldungen habe ich sorgfältig aufgehoben.

Mein Erlebnis mit der Abwrackprämie, den Postlaufzeiten und den Bearbeitungslaufzeiten.

Nachdem ich von der Prämie hörte, ging ich ab dem 30.01.2009 auf die Suche nach einem neuem Auto. Ich wurde fündig.
Es wurde ein Jahreswagenkauf.  Auslieferungstag mit zugelassenen Nummernschild  war der 11.02.2009.
Nach dem alten Verfahren hatte ich erst am 19.02.2009 alle Unterlagen zusammen.
Das dauerte solange, weil erst  der Altwagen vom Händler noch abgeholt werden musste  (kam einmal pro Woche oder alle 14 Tage zum Autohändler). Nicht nur ein Verschrottungsnachweis,  sondern ein Verschretterungsnachweis erstellt werden musste.
Per Einwurf-Einschreiben habe ich dann meine Originalunterlagen am 20.02.2009 zum BAFA (Bundesamt in Eschborn) gesendet.
Da ich keine Antwort erhielt, stellte ich bei der Post einen Nachforschungsauftrag.
Zuerst keine Antwort, dann erste Antwort von der Post „Status konnte nicht ermittelt werden“. Ich ging entrüstet zur nächsten Post. Der Mann hinterm Schalter meinte, ich sollte mich beruhigen, ich hätte alles richtig gemacht, im schlechten Fall würde man mir das Briefporto ersetzen. Der hat Nerven,  dachte ich!
Deshalb beschloss ich, um auf Nummer „Sicher“ zu gehen, alle Unterlagen noch einmal zu kopieren und noch einmal per Einschreiben einzusenden.
Zweites Einschreiben am 05.03.2009 mit Anschreiben aus dem hervorging, dass ich besorgt sei, dass meine Originalunterlagen nicht angekommen sind.
Wieder keine Antwort von der BAFA.
Wieder ein Nachforschungsantrag bei der Deutschen Post gestellt.
Nun bekam ich von der Post folgende Antworten zu beiden Einschreiben.
Der Brief vom 20.02.2009 ging am 03.03.2009 beim BAFA ein.
Der Brief vom 05.03.2009 ging am 09.03.2009 beim BAFA ein.
Beide Quittungen durch Post-Subunternehmer (zwei verschiedene) abgezeichnet, der jedes Mal um die 80 Sendungen ablieferte. Nur wieso dauert es solange bis ein Subunternehmer der Deutschen Post Einschreiben beim Zieladressaten abliefert? Egal...
Warten.......
Endlich die erlösende Nachricht vom BAFA.
Ich erhielt einen Brief am 25.04.2009 (mit Briefdatum 17.04.2009, Poststempel nicht sichtbar), dass ich in Kürze die Umweltprämie in Höhe von 2500,- Euro überwiesen bekäme.
In dem Brief ist das Datum meines Antrages vermerkt. Und jetzt raten wir mal....
Ist es der 03.032009 oder der 09.03.2009 ?
Nein, es ist der 24.03.2009.
Unglaublich, ich hatte den Brief am 20.02.2009 per  Einschreiben losgeschickt, um das BAFA schreibt mir Eingang am 24.03.2009,  für mich unfassbar!
Noch einmal im Zeitraffer meiner Gefühle. Am 20.02.2009 waren es noch unter 100 Tausend Anträge. Deshalb dachte ich, mein Einschreiben ist am Montag den 23.02.2009 bei dem BAFA eingetroffen und ich gehöre zu den ersten 104 Tausend Anträgen. Mein ursprüngliches Ziel war unter den ersten 50.000 zu landen. Doch das ging nicht wegen der zu erledigen Formalitäten.
Mit dem langen postalischen Weg 03.03.2009 dachte ich, wenigstens zu den ersten 150 Tausend zu gehören. Doch nun stellte ich fest, dass ich lediglich zu den ersten 400 Tausend Anträgen gehöre. Unglaublich! So ein Verfahren geht gar nicht, das muss immer am Ende zum Ärger führen.  Selbst ein Verfahren mit Stichtag es Briefeingangs gibt Ärger.
Wohl nur ein Verfahren mit nachweißlichen Absendedatum wäre geeignet.
Egal... und wie lange dauert nun eine Banküberweisung? Dazu noch ein Satz aus dem Schreiben vom BAFA:
„Die Gutschrift der Umweltprämie kann sich allerdings  aufgrund der üblichen Banklaufzeiten um bis zu zwei Wochen verzögern.“
Hm...... mir ist bekannt, wenn eine Überweisung bis 10:30 Uhr aufgegeben wurde, dann ist sie am nächsten Banktag auf dem Zielkonto gutgeschrieben.

Am 28.04.2009 - ca. zweineinhalb Monate nach meiner Neuwagenzulassung - habe ich die Abwrackprämie erhalten, Ende Gut - Alles Gut!
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Nun hoffe ich dass diese Kurzgeschichte über Postlaufzeiten, Amtlaufzeiten und Banklaufzeiten Spaß gemacht hat. Markus von Eickstedt

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